Große Einkommensverluste für Mütter

TRULYGREAT

Große Einkommensverluste für Mütter

Große Einkommensverluste für Mütter

Dass Frauen im Schnitt weniger verdienen als Männer, ist leider immer noch eine deprimierende Tatsache. Eine neue internationale Studie zeigt nun, dass Mütter, die nach der Geburt eines Kindes in die Arbeitswelt zurückkehren, auch auf lange Sicht mit nicht unerheblichen Einkommensverlusten leben müssen. In Deutschland und Österreich ist dieser Nachteil besonders ausgeprägt.

 

Zurück in die Arbeitswelt

Viele junge Mamis, die vor der Geburt ihres Kindes einer ganz normalen Beschäftigung nachgegangen sind, wünschen sich auch nachher wieder einen Platz im Arbeitsleben. Mittlerweile ist es kein Geheimnis mehr, dass man beim Wiedereinstieg einige Hürden zu nehmen hat z.B. sind die Sprossen der Karriereleiter angesägt und auch das Sparschweinchen bekommt nicht mehr so viel Futter wie vorher.

Langfristige Auswirkungen für Mütter

Eine neue Studie aus den USA (Princeton uvm.) zeigt nun das, was wir alle schon immer wussten oder zumindest im Gefühl hatten. Die Studie konnte belegen, dass über einen Zeitraum von 10 Jahren betrachtet, Frauen in Österreich über 51% und Frauen in Deutschland gar über 61% ihres Einkommens verzichten müssen. Dieses Phänomen ist in allen untersuchten Ländern zu erkennen. Österreich und Deutschland bilden jedoch die traurige Spitze.

Die Forscherinnen und Forscher drücken den langfristigen Einkommensnachteil nach der Geburt eines Kindes in Prozent relativ zum Einkommen im Jahr vor der Geburt des ersten Kindes aus, sagte Josef Zweimüller von der Universität Zürich

Noch interessanter ist, dass der Studie zufolge es keine Bedeutung hat, wie lange Frauen nach der Geburt dem Arbeitsmarkt fernbleiben und auch wenn sie wesentlich kürzer in Karenz waren, im Schnitt mit denselben Einbußen rechnen müssen, wie jene, die sich länger um ihren Nachwuchs zu Hause kümmern. Damit wurde also eine gängige öffentliche Meinung widerlegt, dass es langfristig für Frauen besser sei schnell auf den Arbeitsplatz zurück zu kehren.

Einkommenseinbußen von Müttern in Österreich und Deutschland (Quelle: Child Penalties Across Countries: Evidence and Explanations)

Die Gründe

Wesentliche Gründe für die enormen Einkommenseinbußen bei Müttern ist die Reduktion der Arbeitszeit. Viele Mütter kehren in Teilzeit, und einige auch gar nicht mehr zurück in die Arbeitswelt. Es gibt noch weitere Faktoren wie z.B., dass Frauen nach der Geburt schlechtere Aufstiegschancen in einem Unternehmen haben – woran genau das liegt wird jedoch noch untersucht.

Auch Steuern, Transferleistungen und familienpolitische Maßnahmen wie Karenz und Kinderbetreuung haben unmittelbar Einfluss auf die Motivation von Müttern, arbeiten zu gehen, so die Studie weiter. Auch wurde untersucht ob es einen Zusammenhang mit der Anzahl der vorhandenen Kinderbetreuungsplätze gibt. In Österreich und Deutschland scheint es hierfür jedoch keine Verbindung zu geben. Die derzeitigen Forschungsergebnisse zeigen, dass Frauen auf dem österreichischen, sowie deutschen Arbeitsmarkt ähnlich hohe Einkommensverluste erleiden, auch wenn mehr Betreuungsplätze für Kinder vorhanden sind.

Ein Forscher meinte hierzu, dass der Grund wohl in den gesellschaftlichen Normen zu finden sei – in Ländern mit großen Nachteilen aufgrund der Elternschaft gebe es auch eine konservative Rollenverteilung.

Einkommenseinbußen von Müttern in Verbindung mit einer konservativen Rollenverteilungssicht (Quelle: Child Penalties Across Countries: Evidence and Explanations)

FAZIT: Traurig aber wahr. Frauen werden in der heutigen Gesellschaft leider immer noch für die schönste Sache der Welt bestraft – die Geburt des eigenen Kindes. Dass dies mehr als primitiv ist leuchtet jedem ein und wir von der Truly Great Company wollen hier eine weitere Vorreiterrolle einnehmen. Wir versuchen die meisten offenen Stellen mit Müttern zu besetzen. Denn unserer Gesellschaft geht sehr viel Potenzial verloren, wenn arbeitswillige, tolle und motivierte Frauen von der Arbeitswelt ausgegrenzt oder bestraft werden.

Hier findest du noch den Link zur Studie: https://www.henrikkleven.com/uploads/3/7/3/1/37310663/klevenetal_aea-pp_2019.pdf

Für Fragen oder Anmerkungen kannst du uns natürlich immer gern unter info@trulygreat.eu erreichen.

Liebe Grüße

Dein Truly Great Team